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Das Glas, aus dem die Träume sind

Unter dem verheißungsschwangeren Titel Project Glass arbeitet der Konzernriese Google seit Jahren an der Datenbrille Google Glass. Das bahnbrechende Repertoire der Brille mit Augmented Reality wurde 2012 während der I/O-Konferenz in San Francisco erstmals einem breiten Publikum vorgestellt. Google-Mitbegründer Sergey Brin ließ zur überzeugenden Präsentation der Weltneuheit Fallschirmspringer aus einem Zeppelin springen und Freiluftakrobaten die Dächer von Wolkenkratzern erkunden. Alle ausgestattet mit Google-Datenbrillen zum Live-Streaming in den Konferenzsaal. Parallel kann jeder Interessent online in einem Promotion-Video in die unerschöpflichen Möglichkeiten der Wunderbrille eintauchen: Fotos und Videos per Augenzwinkern, Navigationssystem, Sms und Chat, Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Gebäuden, die der Träger vor Augen hat. Nebenbei kann der Träger seine Adressen und Termine verwalten, Musik abspielen und alles, was ihn bewegt, zeitgleich mit Freunden teilen. Kontrovers diskutiert wird bisher noch die geplante App zur automatischen Gesichtserkennung, die insbesondere für Krankenhauspersonal und Ärzte auf Wunsch abgespeicherte Notizen über Medikamente und Allergien der Patienten bereitstellt. Mit Hilfe dieser App wäre es dem Träger sogar möglich, Freunde nur anhand ihrer Kleidung auch in großen Menschenmengen zu identifizieren. Große Pioniere ziehen bekanntlich schnell Nachahmer nach sich und so präsentierte Recon Instruments am 16. Mai 2013 auf der Entwicklerkonferenz I/O mit der Recon das sportliche Pendant zu Google Glass.

Bisher darf nur ein streng limitierter Kreis von Probanden die ersten Vorabmodelle der Google Datenbrille testen. Der offizielle Start für den kommerziellen Massenvertrieb ist im April 2014 geplant.

Modezarin Diane von Fürstenberg brachte die Technobrillen vorab bereits auf den Catwalk der New York Fashion Week. Mittels Nasenkameras wurde eine Dokumentation gedreht, die den kreativen Prozess des Labels DVF aus unterschiedlichsten Perspektiven aufzeigen soll.

Der Blick in die Zukunft sieht also im wahrsten Sinne des Wortes rosig aus.

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